18.01.2006
Schadstoffwelle durch Havarie in Tschechien
(DTPA/MT) DRESDEN: Am späten gestrigen Abend (17.01.) erreichte Sachsen eine neue Prognose für die Auswirkungen des Giftunfalls in Tschechien. Demnach kommt die Schadstoffwelle erst am heutigen Mittag (18.01.) auf sächsischem Territorium an. Am Sonntag, den 22. Januar, wird die Schadstoffwelle Sachsen verlassen haben.
Nach Angaben der tschechischen Behörde (Internationale Hauptwarnzentrale für die Elbe) liegen die angegebenen Konzentrationen deutlich unter den Prognosen von Montag und gestern. Die Maximalwerte bewegen sich zwischen 0,015 Milligramm pro Liter in Schöna und 0,012 Milligramm pro Liter in Torgau. Zum Vergleich: der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 0,05 Milligramm pro Liter. Die Ausgangsdaten sind „Echtzeitwerte“. Das heißt, die Basis für die jetzt vorliegende Prognose sind im Labor analytisch nachgewiesene Werte. „Durch die gesicherten Ausgangsdaten sind die für Sachsen prognostizierten Werte belastbar“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich. Nach wie vor gehe man davon aus, dass die sächsische Fauna und Flora keinen Schaden nehme.
Im Ergebnis des gestrigen Telefonates zwischen Umweltminister Stanislaw Tillich und seinem Amtskollgen in Prag, Libor Ambrozek, erhielt Sachsen nun auch eine Aufstellung der „grundlegenden Fakten“. Diese beginnen mit dem Datum 10. Januar und der Information, dass ein „Fischsterben vor dem Wasserkraftwerk Kolin“ beobachtet und das Stadtamt Kolin gemeldet wurde.

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