29.12.2005
Werke von Zelenka in der Annenkirche Dresden
(DTPA/FM) DRESDEN: Jan Dismas Zelenkas 1740 geschriebenes Stück „Missa Dei Patris“ erklingt am 31. Dezember um 20 Uhr in der Annenkirche Dresden. Die Werke von Zelenka (1679-1745) haben sich seit den 1970er Jahren einen festen Platz im mitteleuropäischen Musikleben erworben. Der Komponist stammte aus Launowitz (heute Lounovice) in Böhmen und kam nach Studien in Prag in den Jahren um 1710 als Kontrabassist an den Dresdner Hof. Nach weiteren Studien bei dem kaiserlichen Oberkapellmeister Johann Joseph Fux in Wien schuf er seit den 1720er Jahren zahlreiche Messen, Vesperpsalmen, Litaneien und andere Werke für die Gottesdienste in der (alten) katholischen Hofkirche. Eine Bewerbung um das Kapellmeisteramt scheiterte und Zelenka erhielt lediglich den Titel eines Kirchen-Compositeurs.
Die 1740 entstandene Missa Dei Patris verzichtet auf den äußeren Glanz von Trompeten, Pauken und Hörnern und gehört wie andere Spätwerke des Komponisten wegen ihres Umfangs und der Dichte ihrer musikalischen Sprache zu den bedeutendsten Vertonungen des Ordinarium Missae aus dem 18. Jahrhundert.

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