31.12.2005
Euro-Einführung in Tschechien nicht vor 2010
(DTPA/FM) PRAG: Im Gegensatz zu Estland, Litauen und Slowenien will Tschechien erst ab 2010 der Euro-Zone beitreten. Bis dahin hat das Land noch viele Vorbereitungen zu treffen. So sind Maßnahmen notwendig, die verhindern, dass Unternehmen die Euroeinführung zu Preiserhöhungen nutzen. Auch die Abschaffung der bisherigen Währung muss noch organisiert werden. Außerdem müssten die Regierungen verstärkt auf die Ängste der Bürger eingehen, die mit einer solchen Währungsumstellung einhergehen. Dass Maßnahmen in diese Richtung auch in Tschechien notwendig sind, beweist eine im September erhobene Umfrage in allen neuen Mitgliedsstaaten, wonach knapp über die Hälfte der Befragten sich nicht gut über den Euro informiert fühlen. Nur 38 % sind der Überzeugung, die Einführung der neuen Währung werde positive Folgen haben. Immerhin 46 % der Befragten sind der Ansicht, dass der Euro negative Folgen haben wird.
Der frühere oberfränkische Europaabgeordnete und jetzige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Joachim Wuermeling, sagte dazu in einer Stellungnahme: „Wir haben großes Interesse an einer baldigen Einführung des Euro in Tschechien – nicht nur aus politischen Gründen. Denn das Lohn- und Preisgefälle zu uns wird überwiegend durch eine Währungsverzerrung verursacht.“

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