06.12.2005
Modellregion zieht Zwischenbilanz
(MT) AUE: Während in Sachsen im Jahre 1990 noch 4,9 Millionen Menschen lebten, werden für 2020 nur noch 3,8 Millionen Einwohner prognostiziert. Das Durchschnittsalter wird bis 2020 auf etwa 49 Jahre steigen. Dann ist jeder dritte Sachse 65 Jahre und älter. Deshalb erprobt der Freistaat seit Dezember 2004 in zwei Modellregionen wie man die Folgen des demografischen Wandels bewältigen kann.
Im Westerzgebirge, einer der Modellregionen, wurde am 5. Dezember Zwischenbilanz gezogen. Demnach haben vier Arbeitskreise ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie analysieren und Beraten auf den Gebieten „Siedlungsentwicklung und Bauleitplanung“, „Soziale Infrastruktur und Erreichbarkeit“, „Tourismus, Freizeit, Kultur und Sport“ sowie Wohnungswirtschaft und Versorgungsinfrastruktur“. Deutschlandweit einmalig sei laut Prof. Dr. Dr. Jörg Maier (Bild) von der Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis mbH in Bayreuth, dass im Westerzgebirge 14 Wohnungsgesellschaften sich an einen Tisch setzen und gemeinsame Analysen abgeben.
2006 wird das Projekt fortgesetzt. Es soll ermitteln, welche Chancen in der Region vorhanden und welche geeigneten Strategien sinnvoll sind. Zur Modellregion Westerzgebirge gehören die Kommunen des Landkreises Aue- Schwarzenberg, sowie Morgenröthe- Rautenkranz, Zwönitz, Scheibenberg, Schlettau, Elterlein und Crottendorf.
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