01.04.2001
AKW-Gegner drohen wieder mit Grenzblockaden
(DTPA/DH) LINZ/PRAG: Nach den Osterfeiertagen drohen an der tschechisch-österreichischen Grenze neue Grenzblockaden. Sowohl österreichische als auch tschechischen Atomgegner wollen sich künftig nicht mehr am "Melker Abkommen" beteiligen, das im Dezember vergangenen Jahres vom österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und dem tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman (CSSD)vereinbart worden war und das vor allem eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung für das Atomkraftwerk Temelin vorsieht, berichtet der Wiener „Kurier“.
Das "Melker Abkommen" sollte zudem weitere Grenzblockaden verhindern.
Der österreichische FPÖ-Abgeordnete Herrmann Böhacker teilte unterdessen mit, dass die vom österreichischen Nationalrat zugesicherten 2,9 Millionen Euro zur Umsetzung der tschechisch-österreichischen Abkommen von Melk „für den Kampf gegen das Atomkraftwerk Temelin“ verwendet würden. Nach Angaben des Tschechischen Rundfunks hat der tschechische Vizepremier Vladimír Spindla der Aussage Böhackers widersprochen.

Copyright © 2001 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!