08.11.2005
Internationale Hochwasser- Tagung
(DTPA/MT) DRESDEN: Auf Einladung des Innenministeriums tagten vom 7. bis 8. November in Dresden 50 Experten aus Deutschland, Tschechien, Polen, Österreich und Ungarn, um eine langfristige Strategie der transnationalen Raumordnung beim vorsorgenden Hochwasserschutz zu entwickeln. Die Tagungsteilnehmer vereinbarten, Ende 2006 ein transnationales Strategiedokument vorzulegen. In ihm sollen grenzüberschreitend abgestimmte Maßnahmen von Raumordnung und Wasserwirtschaft zum vorbeugenden Hochwasserschutz vorgeschlagen werden. Darüber hinaus sollen Planungsempfehlungen für die Ausweisung von Gefahrengebieten und die Freihaltung von Rückhalteräumen in Regionalplänen erarbeitet werden.
Die Experten stellten fest, dass die grenzüberschreitende Planung derzeit noch durch zahlreiche rechtliche Unterschiede erschwert wird. Es sollen daher Vorschläge zur Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den vorbeugenden Hochwasserschutz entwickelt werden. Die vorliegenden europäischen Regelungsansätze für die territoriale Zusammenarbeit sollen einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Ferner wurde vereinbart im Frühjahr 2006 einer Wanderausstellung zu präsentieren.
Staatssekretär Dr. Buttolo betonte bei der Eröffnung, dass „die transnationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raumordnung mit den Nachbarn für Sachsen einen besonders hohen Stellenwert“ habe. Er werde sich für die langfristige Fortführung der Zusammenarbeit beim raumordnerischen Hochwasserschutz einsetzen.
Die Tagung fand im Rahmen des INTERREG III B Projekt ELLA statt, das nach dem Augusthochwasser im Jahr 2002 vom Innenministerium als oberste sächsische Raumordnungsbehörde initiiert wurde.
ELLA steht für „Elbe-Labe“ und befasst sich mit dem Beitrag der Raumordnung zum Hochwasserschutz im Elbeeinzugsgebiet.
Informationen: http://www.ella-interreg.org.

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