04.11.2005
Wanderausstellung in Dresden
(DTPA/MTL) DRESDEN: Am 9. November, 18:00 Uhr wird in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden die Wanderausstellung „Nahe, ferne Heimat – Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Dreiländereck” eröffnet.
Die Wanderausstellung „Nahe, ferne Heimat. 60 Jahre Kriegsende und Vertreibung“ der Brücke/Most-Stiftung informiert über das Jahr 1945 in den Regionen Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien aus dem Blickwinkel der Opfer von Todesmärschen, Deportationen, Zwangsarbeit sowie Flucht und Zwangsmigration.
Auf insgesamt 12 Schautafeln werden anhand von Einzelschicksalen die Erlebnisse vieler tausender Menschen gegen Ende des Krieges dargestellt. Obwohl sich der Krieg dem Ende zuneigte, mussten sie erneut ums Überleben kämpfen: KZ-Häftlinge auf Todesmärschen, Deutsche und Polen während der Vertreibungen aus Mittel- und Osteuropa Richtung Westen und Zwangsarbeiter, die bis zum Schluss für die Kriegsproduktion eingesetzt wurden. Viele Menschen waren „nah und doch fern ihrer Heimat“ und blickten in eine unsichere Zukunft.
Die Ausstellung widmet sich den Ereignissen im Dreiländereck Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien und richtet dabei ihr Hauptaugenmerk nicht nur auf das Schicksal Deutscher, sondern auf jenes von Menschen unterschiedlichster Völker und Nationen. Die Geschehnisse werden in den historischen Kontext gestellt: „Die Leiden der Vertriebenen sind für alle Seiten gleich. Aber Ursachen und Folgen des Krieges sind nicht gleich.“ (W³adys³aw Bartoszewski).
Die Ausstellung wurde von der Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit erstellt und vom Sächsischen Staatsministerium des Innern unterstützt.

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