02.11.2005
Kriminalitätsbekämpfung in Grenzregionen
(DTPA/MT) BRÜSSEL: Die EU-Kommission will der Polizei neue Instrumente für die grenzüberschreitende Verbrechensbekämpfung in die Hand geben. Vorschläge dafür hat jetzt EU-Kommissar Franco Frattini in Brüssel vorgestellt. Der fränkische Europaabgeordnete Dr. Joachim Wuermeling (CSU) begrüßt diese europäische Initiative: „Eine enge Zusammenarbeit wird auch in Oberfranken helfen, Autoschieberbanden, Drogenkurieren und Menschenhändlern das Handwerk zu legen. Die zunehmende Öffnung europäischer Binnengrenzen darf grenznahe Gebiete wie Oberfranken nicht zu Schlupflöchern für Kriminelle werden lassen.“
Zunächst soll der Informationsaustausch zwischen Polizei- und Zollbehörden mit dem europäischen Plan verbessert werden. Die Kommission will die tägliche Polizeiarbeit durch gemeinsame Einsatzplanungen und Schulungen oder Hilfestellung bei Identitätsüberprüfung und Spurensicherung stärken.
Würmeling weiter: „Die oberfränkischen Polizeibehörden könnten die gute Zusammenarbeit mit den tschechischen Partnern durch den vorgelegten Beschluss in Zukunft noch optimieren. Die Anzahl der im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken für 2004 erfassten 54.212 Delikte lässt sich so in Zukunft noch um ein gutes Stück reduzieren, wenn die grenzüberschreitende Kriminalitätsbekämpfung verbessert wird. Delikte, die im Zusammenhang mit Öffnung der Grenzen stehen, sind insbesondere illegale Einreise, Schleusungen, Drogenhandel und Autodiebstahl.“

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