23.04.2000
Karlsbad bald in russischer Hand?
(DTPA) HAMBURG/KARLSBAD (KARLOVY VARY): "Westböhmen hat sich zu einer Hochburg von Fluchtkapital aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion entwickelt." Das schreibt das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Besonders beliebt sei der Kurort Karlsbad. Das Blatt dazu: "Während Bürgermeister Josef Pavel beschwichtigend von 100 bis 200 Russen in Karlsbad spricht, rechnet der Redakteur der russischsprachigen Lokalzeitung Karlovarskije novosti mit etwa 15000 im Großraum rund um die Bäderstadt." Zahlreiche Karlsbader Hotels sind in russischer Hand. "Die Superreichen aus dem Osten" planten auch den Kauf des Karlsbader Flughafens und eines lokalen Fernsehsenders. Das bisher allerdings ohne Erfolg.
Das Nachrichtenmagazin weiß weiter: "Auch einige der ganz Großen im postsowjetischen Milliarden-Monopoly fliegen aus und ein in Karlsbad." Die Präsidenten von Kasachstan, Tatarstan und Kirgisien sowie Moskaus Bürgermeister Jurij Luschkow werden unter anderem genannt.
Das böhmische Karlsbad ist wegen der Quellen und des Klimas seit langem ein anerkannter Kurort. Immer wieder zieht es auch Prominente in die Bäderstadt. Ein Karlsbad-Reisender war Goethe.

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