23.09.2005
Vernissage „hot doks“ in Berlin
(DTPA/AS) BERLIN: In der Galerie Palais am Festungsgraben in Berlin Mitte findet am 25. September eine Vernissage zweier Künstler statt. Sie bildet den Auftakt zu einer Ausstellung der besonderen Art. Die „Hot doks“ genannte Ausstellung zeigt Werke von Daniel Pesta und Václav Bláha.
Daniel Pesta beschäftigt sich mit mehreren Kunstrichtungen, unter anderem mit der Zeichnung, der Malerei und der einem Konzept folgenden Kunst. Der Künstler bildet vor allem Menschen aus dem Alltag ab, die von der Gesellschaft ignoriert und verstoßen wurden. Menschen, die unter Brücken oder auf Parkbänken schlafen müssen, selbst wenn der Winter kommt. Die Bilder zeigen, dass die Obdachlosigkeit ein Schicksal ist, das uns alle treffen kann.
Václav Bláhas erzwungene Emigration prägt sämtliche Werke des Künstlers. Diese Erfahrung verbindet ihn mit anderen Regionen und Menschen der Welt, wo Unfreiheit und die Verachtung des Menschen an der Tagesordnung sind. Bláha war Mitbegründer der 12/15 „Besser spät als nie Gruppe“, einer liberalen Vereinigung, der es um Wahrhaftigkeit ging. Ein Schlüsselbild vom ihm entstand 1999 und gehört zur Werkgruppe „Messages“. Es ist ein Bild über Raster, durch das Menschen fallen können. Es verdeutlicht aber auch das Wegsperren, sowohl von Menschen als auch von Informationen.
Unterstützt wird die Ausstellung von der Prager Galerie Montanelli, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2002 die Eingliederung "tschechischer Kunst in die europäische Familie" zur Aufgabe gemacht hat. Die Werke sind vom 27.9. bis 23.10. jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei.
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