22.09.2005
Anzeichen für magmatische Aktivität
(DTPA/MTL) CHEB/ EGER: Magma unterhalb des Cheb-Beckens an der Deutsch-Tschechischen Grenze bewegt sich stärker auf die Erdoberfläche zu. Das schließen Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) und des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) aus der Untersuchung aufsteigender Gase in den dortigen Mofetten und Mineralquellen. Messungen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hatten gezeigt, dass sich das Verhältnis zweier Heliumisotope in diesen Gasen verändert. “Dabei wurden die höchsten Werte in Europa nördlich der Alpen gemessen wie sie sonst nur aus aktiven Vulkangebieten bekannt sind", so Dr. Karin Bräuer vom UFZ.
Für die Wissenschaftler sind diese Veränderungen ein Anzeichen für den Anstieg von magmatischer Aktivität unter dem Cheb-Becken. Das aufsteigende Magma könnte zugleich einer der Auslöser für die Schwarmbeben sein, die regelmäßig im Vogtland, in Nordwest-Böhmen, im Fichtelgebirge und in der Oberpfalz auftreten.
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden am 27. September auf der Konferenz GeoErlangen 2005 sowie Anfang Oktober auf der 8. Internationalen Konferenz für Gasgeochemie in Palermo vorgestellt und sind in den international renommierten Geophysical Research Letters (GRL Vol. 32 in 2005) veröffentlicht.

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