07.09.2005
Wirtschaftsförderer treffen sich in Breslau
(DTPA/MT) DRESDEN/ WROCLAW: Mehr als 50 Anmeldungen aus Tschechien, Polen sowie Sachsen und Brandenburg liegen für den "Gesprächskreis Wirtschaftsförderung" am 8. und 9. September in Wroclaw (Breslau) vor. Organisiert von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH treffen sich Wirtschaftsförderer, Unternehmensvertreter und Kammerverantwortliche aus den beiden deutschen Bundesländern, der Region Schlesien in Polen sowie den drei angrenzenden Landkreisen in Tschechien, um sich über die weitere Entwicklung des gemeinsamen Wirtschaftsraums auszutauschen.
Am Abend des 8. September gibt Konsul Michael Morgenstern im deutschen Generalkonsulat einen Empfang für die Teilnehmer der Veranstaltung und die polnischen Partner aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Das Internationale Forum für Kultur und Wirtschaft aus Dresden sorgt für die musikalische Umrahmung dieser länderübergreifenden Abendveranstaltung. Eine Betriebsbesichtigung bei Autoliv Poland am 9. September nahe Wroclaw rundet das Treffen ab. Die Veranstaltung wird von der Flughafen Dresden GmbH und der DPFA Deutsche Private Finanzakademie GmbH & Co. KG Sachsen finanziell unterstützt.
Die Wirtschaftsförderung Sachsen misst der Zusammenarbeit mit Kollegen in Polen und Tschechien große Bedeutung zu. "Mit seiner Ost-Kompetenz, der Aufbauerfahrung seit 1990 und der bis heute gewachsenen modernen industriellen Struktur möchte Sachsen Initiator für Kooperationen und grenzüberschreitende Netzwerke sein", begründet WFS-Geschäftsführer Markus Lötzsch das Engagement seiner Gesellschaft. Mit der EU-Erweiterung nach Osten entstünden in Zentraleuropa neue industrielle Cluster beispielsweise im Automobilbau, mit neuen weit reichenden Zuliefer- und Wertschöpfungsketten. Davon könnten Unternehmen in allen drei Ländern profitieren.
Es gibt bereits gute Beispiele für grenzüberschreitende Kooperationen zwischen den drei Ländern. Die Aktivitäten der Euroregionen gehören ebenso dazu wie verschiedene Vorhaben in traditionsreichen Wirtschaftszweigen wie der Textilwirtschaft bis hin zur Bildung von grenzüberschreitenden Gewerbegebieten oder EU-Projekte wie 3-CIP, das die länderübergreifende interregionale Unternehmertätigkeit fördert. Eine enge Verzahnung einer über drei EU-Länder reichenden Wirtschaftsregion kann auch die internationale Investorenansprache beflügeln. Der "Gesprächskreis Wirtschaftsförderung" hat sich deshalb speziell zum Ziel gesetzt, der Gesamtregion ein klares Profil zu geben. Dazu gehört zunächst die Suche nach einem passenden Namen.
Das Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien wird nicht nur von den Wirtschaftspartnern als Region mit Zukunft angesehen. Im Rahmen eines EU-Phare-Projektes haben sich die statistischen Ämter Sachsens, Polens und Tschechiens zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, um die Öffentlichkeit mit objektiven grenzüberschreitenden statistischen Informationen über diese Region zu versorgen. Im Internet existieren bereits statistische Grundinformationen in Form von Standardtabellen in vier Sprachen. Statistiken über Wirtschaft, Bildung, Kultur, Gesundheit und Wohnen bilden die Regionen ab. Solche vergleichbaren Daten kommen dem Engagement für eine gemeinsame Wirtschaftsentwicklung entgegen.

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