16.03.2001
Rückgang der unerlaubten Einreisen
(DTPA/MT) BERLIN: Die unerlaubten Einreisen an den EU/Schengen-Außengrenzen sind im vergangenen Jahr um 15% auf 16.513 Personen (1999: 19.424) zurückgegangen. Das teilte heute das Bundesministerium des Innern mit. Trotz eines Rückgangs von 8,6% lag der Schwerpunkt der unerlaubten Einreisen mit 11.739 (1999: 12.846) Personen auch weiterhin an der deutsch-tschechischen EU-Außengrenze. Dort wurden vor allem Staatsangehörige aus Rumänien (2.383), Afghanistan (1.720), Moldau (1.595), Indien (1.171) und Sri Lanka (1.028) aufgegriffen.
Erstmals stieg die Zahl der unerlaubten Einreisen an der deutsch-polnischen EU-Außengrenze wieder an. An diesem Grenzabschnitt registrierten die Grenzbehörden im vergangenen Jahr 3.293 (1999: 2.796) unerlaubte Einreisen. Das ist eine Zunahme von 18%.
Im vergangenen Jahr nahmen der Bundesgrenzschutz und die mit der grenzpolizeilichen Kontrolle beauftragten Behörden an allen Grenzen insgesamt 2.740 (1999: 3.410) Schleuser fest. Schleuser sind für nahezu ein Drittel der unerlaubten Einreisen verantwortlich.
Brennpunkte der Schleusungskriminalität waren im Jahr 2000 die deutsch-tschechische mit 934 (1999: 1.008) und die deutsch- österreichische Grenze mit 961 (1.576) festgenommenen Schleusern.

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