13.03.2001
Flath: Umweltschutz in Osteuropa braucht jede Mark
(DTPA/MT) DRESDEN: Vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung hat sich Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath gegen eine weitere Verschärfung europäischer Umweltgesetze ausgesprochen. Zusätzliche und weitergehende umweltpolitische Maßnahmen sollten zugunsten eines verstärkten Aufbaus der Umweltinfrastruktur in Osteuropa für die Dauer des Anpassungsprozesses ausgesetzt werden. Auf diesem Weg könnten lange Übergangsfristen für die Beitrittskandidaten vermieden werden. "Die Osteuropäer können sonst nie den Stand erreichen, den wir bereits heute in der Europäischen Union haben", sagte Flath heute auf der Umweltmesse Terra Tec in Leipzig.
Im Interesse des Umweltschutzes sollte es Ziel sein, möglichst bald vergleichbare Verhältnisse in ganz Europa zu schaffen. Sachsen arbeite seit zehn Jahren daran, allen EU-Vorgaben nachzukommen. Trotz umfassender Unterstützung werde es noch Jahre dauern, bis alle Anforderungen zum Beispiel bei der Abwasserinfrastruktur erfüllt seien.
Der Umweltschutz in der Europäischen Union habe in vielen Bereichen ein Niveau erreicht, dass nur noch mit großem finanziellen Aufwand zu verbessern sei. Für die Umwelt seien mit weiteren Investitionen nur noch geringe Effekte zu erzielen. "Eine Mark in Osteuropa bewirkt für den Umweltschutz wesentlich mehr, als eine Mark in Westeuropa", sagte Flath.

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