29.06.2005
Milbradt zieht Bilanz zur EU- Erweiterung
(DTPA/MT) DRESDEN: Eine positive Bilanz zog Sachsens Ministerpräsident heute (29.06.) beim Thema EU- Erweiterung. Nach einem Jahr der Erweiterung sieht er aber auch strukturelle Defizite.
Der Wettbewerbsdruck und die Preiskonkurrenz zu den mit niedrigeren Kosten arbeitenden Unternehmen in den mittel- und osteuropäischen Ländern nehmen zu. In Deutschland verlagerten immer mehr Unternehmen, gerade des verarbeitenden Gewerbes, Produktionstätigkeiten in diese Länder.
Milbradt: „Verlierer dieses Prozesses sind weniger qualifizierte Arbeitnehmer, da gerade einfachere Tätigkeiten verlagert werden. Die wirtschaftlichen Chancen der EU-Erweiterung können nur genutzt werden, wenn die notwendigen Reformen in Deutschland entschlossen vorangetrieben werden.“
Im Bereich des Straßenverkehrs bestehen in Sachsen weitere Defizite im Hinblick auf den mittelfristig zu erwartenden starken Anstieg des Verkehrsaufkommens zu den neuen Mitgliedsstaaten. Bis zum Jahr 2015 werde ein weiterer enormer Zuwachs des Verkehrs erwartet: der Pkw-Verkehr werde um bis zu 50 % steigen und der Lkw-Verkehr um bis zu 300 %. Milbradt: „Deshalb fordert der Freistaat Sachsen gemeinsam mit anderen Bundesländern ein Sonderprogramm ‚Verkehrsprojekte EU-Erweiterung’.“
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