12.06.2005
Werke von Tschaikowsky und Suk zum Saisonausklang
(DTPA/mma) BERLIN: Der Preisträger des Echo-Klassik 2004, Nikolaj Znaider, gastiert am 19. Juni 2005 im Konzerthaus Berlin erstmals beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Der junge Violinvirtuose spielt Peter Tschaikowskys Violinkonzert unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Jiri Belohlávek. Znaider begann 1997 mit dem ersten Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel eine der spannendsten Musikerkarrieren der Gegenwart.
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin lässt nach dem Violinkonzert von Tschaikowsky im zweiten Teil des Abends mit Josef Suks „Asrael“-Sinfonie die Konzertsaison 2004/2005 ausklingen. Slawische Schwermut bestimmt damit den Grundton des Abends. Sein zunächst umstrittenes Violinkonzert schrieb Peter Tschaikowsky 1878 kurz nach dem Scheitern seiner Ehe, während eines Genesungsaufenthaltes am Genfer See in der Schweiz. Bei seiner Uraufführung in Wien 1881 verriss ein Kritiker das Konzert gnadenlos als „stinkende Musik“ - das Werk trat trotzdem den Siegeszug durch die Konzertsäle an.
Die „Asrael“-Sinfonie des tschechischen Komponisten und Violinvirtuosen Josef Suk (1874-1935) wird dagegen eher selten gespielt. Suk war als Schüler und Schwiegersohn Antonín Doráks stark mit dessen Musik verbunden. Nach dem für ihn tragischen Verlust seines Lehrers und kurz darauf seiner Ehefrau in den Jahren 1904/05 schrieb Josef Suk die Sinfonie als ein Requiem für beide Angehörigen. Er benannte sein Werk nach dem Todesengel Asrael aus dem jüdischen Glauben, der die Seelen nach dem Tod entführt.
(Karten von 14 Euro bis 29 Euro telefonisch unter 030/20298715, per e-mail tickets@rsb-online.de und an allen VVK.)

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