09.06.2005
Wuermeling gegen Antit-Tabak-Werbespots
(DTPA/FM) BRÜSSEL: Für einen "eklatanten Verstoß gegen das Subsidiaritätsprinzip" hält der CSU-Europaabgeordnete Dr. Joachim Wuermeling die jetzt anlaufende europäische Anti-Tabak Werbekampagne. Es gebe wichtigere Aufgaben für die EU als die Einwohner vom Rauchen abzuhalten. Angesichts der höchst unterschiedlichen Situationen in den Staaten - etwa was Rauchverhalten, gefährdete Gruppen, gesellschaftliche Akzeptanz und auch die Rechtslage betreffe, laufe eine uniforme Tabakwarnung ins Leere.
Die dafür aufgewendeten Mittel von knapp 100 Mio. Euro seien "herausgeschmissenes Geld" und wären besser für dringendere Aufgaben verwendet worden, meinte Wuermeling. Die Scheinheiligkeit und Absurdität der Aktion zeige sich auch daran, dass die Mittel aus dem Topf für die Tabaksubventionen abgezweigt worden seien. "Mit dem erhobenen Zeigefinger sind die Bürger für Europa nicht zu gewinnen", unterstreicht der CSU-Politiker.
Der Anspruch der Kommission, das Rauchen zu "entnormalisieren", sei "nicht normal". Die Freiheit des Bürgers umfasse auch die Freiheit zum Risiko und sogar zur Unvernunft. Davon werde in Europa reichlich Gebrauch gemacht, selbst in Brüssel.

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