13.04.2000
Druck auf Verleger von "Mein Kampf" wächst
(DTPA) PRAG: In Tschechien nimmt der Druck auf den Verleger des Hitler-Buches "Mein Kampf" weiter zu. Zwei Abgeordnete des Senats reichten in dieser Woche Strafanzeige gegen den Verlag Otakar II. ein, der das Buch Ende März in einer unkommentierten Ausgabe in den Handel brachte. Auch der Verband der ehemaligen Freiheitskämpfer und die Jüdische Gemeinde Prag haben den Verleger Michael Zitko verklagt. Zudem fordert der Freistaat Bayern, der die Rechte an "Mein Kampf" besitzt, die Auslieferung einzustellen. Die vollständig übersetzte und unkommentierte Ausgabe des Buches unterstütze eine Bewegung, die die Menschenrechte unterdrücke, begründeten die Senatoren der konservativen Demokratischen Bürger-Allianz Michal Zantovsky und Daniel Kroupa ihre Anzeige. Der Verleger hatte bisher alle Vorwürfe mit dem Argument abgewehrt, bei dem Hitler Buch handele es sich um eine historische Quelle.

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