04.05.2005
Baumann: Tschechisches Projekt nicht machbar
(DTPA/MT) ERZGEBIRGE: Wie viele Windräder verträgt der Erzgebirgskamm? Pläne der tschechischen Nachbarn, an der Grenze weitere Windräder an exponierter Stelle aufzustellen, verbreiten in Deutschland Angst. Proteste werden laut – vom Erzgebirgsverein bis hin zum Politiker.
Der Erzgebirger Günther Baumann (Bild), für die CDU im Bundestag, bezieht zu einem geplanten Windpark jenseits der Grenze Position: „Für die Windräder in Tschechien, zur Zeit sind 91 Stück geplant, gibt es – da ist das Regierungspräsidium Chemnitz einbezogen – eine Umweltverträglichkeitsstudie. Da sind die Landratsämter in Annaberg, Marienberg, Freiberg und alle Bürgermeister von Oberwiesenthal bis Olbernhau einbezogen. Alle haben Stellungnahmen abgegeben, alle sind übereinstimmend dagegen. Man kann einen solchen Windpark einfach nicht bauen. Das ist wie eine Mauer direkt an der Grenze, ziemlich nah, bis 200 Meter an die Grenze ran. Vom ganzen Thema Tourismus und Landschaftsgestaltung her ist so etwas nicht zulässig.“
Baumann betont, dass er für alternative Energien ist. In seinem Heimatort Jöhstadt wurde auch ein Windpark gebaut. „Aber man muss genau überlegen, wo geht es, wo ist es verträglich von der Umwelt her und wo geht es einfach nicht; das tschechische Projekt kann man so einfach nicht machen“, so Baumann weiter.
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