18.04.2005
„Nahe, ferne Heimat“ – Ausstellung zum Kriegsende
(DTPA/ig) ZITTAU: Am 9. Mai wird in der Stadtbibliothek Zittau die Ausstellung „Nahe, ferne Heimat – Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Dreiländereck“ eröffnet. Die Wanderausstellung der Brücke/Most-Stiftung dokumentiert auf 12 Tafeln beispielhafte Einzelschicksale von Opfern des Krieges in der Region Sachsen - Niederschlesien - Nordböhmen.
Die Tafeln erzählen die Geschichten Einzelner, die zum Schicksal Tausender Entwurzelter in den letzten Monaten des Krieges wurden. Denn das Kriegsende bringt für viele Opfer der Nationalsozialisten die Rettung, jedoch nicht bevor sich der nationalsozialistische Wahnsinn ein letztes Mal aufbäumt: KZ-Häftlinge werden auf einen Todesmarsch geschickt. Zwangsarbeiter werden bis in die letzten Tage für die Kriegsproduktion eingesetzt. Noch im Frühjahr 1945 werden Juden deportiert. Parallel dazu wendet sich nun das Blatt gegen die Deutschen in Mittel- und Osteuropa, die aus ihren Häusern vertrieben werden und ihre Heimat Richtung Westen verlassen müssen. Gleichzeitig mit ihnen werden Millionen von Polen in den neuen Westgebieten Polens angesiedelt.
Die Ausstellung stellt die Wirren des Jahres 1945 dar und nimmt die Perspektive der Opfer ein: jener Entwurzelten und Verzweifelten, die alle „nah und doch fern ihrer Heimat“ waren und in eine unsichere Zukunft blicken. Dabei werden die Geschehnisse in den historischen Kontext gestellt.
Die Ausstellung der Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit wird vom Sächsischen Staatsministerium des Innern unterstützt. Sie dauert in Zittau bis zum 23. Juni 2005.

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