29.03.2005
Bürgerinitative wirft Behörden Untätigkeit vor
(DTPA/SvS) PRAG: Ein internationales Neonazi-Treffen im böhmisch-sächsischen Grenzgebiet beschäftigt derzeit Politiker aus der Tschechischen Republik. Innenminister Frantisek Bublan habe von der Polizei einen detaillierten Bericht angefordert, melden Prager Fernsehsender. Bürgerinitiativen hatten zuvor den Behörden Untätigkeit vorgeworfen, weil sie die als Geburtstagsfeier deklarierte Versammlung nicht verhindert hatten.
Trotzdem seien etwa 100 Polizisten im Einsatz gewesen, die jedoch nicht eingegriffen haben. Einen konkreten Anlass habe es dazu nicht gegeben, sagte eine Sprecherin.
Eine Prager Nachrichtenagentur meldete, das Treffen wäre von der Skinhead-Organisation „Blood and Honour“ veranstaltet worden, die im Herbst 2000 in Deutschland verboten wurde.
Zu den 400 Neonazis, die sich in der Nacht zum Sonntag in Jablonne v Podjestedi getroffen hatten, gehörte offenbar ein Großteil aus Deutschland.
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