27.02.2005
Neues EU-Großprojekt untersucht Flussökosysteme
(DTPA/MTL) LEIPZIG: Chemische Belastungen analysieren und bewerten - das ist das Ziel des neuen europaweiten Großprojektes MODELKEY, das im Februar startet. Unter Leitung des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) werden Wissenschaftler in 13 Ländern bis zum Jahr 2010 Methoden entwickeln, mit denen so genannte Schlüsselchemikalien identifiziert und deren Einfluss auf Gewässersysteme bestimmt werden können. Untersucht werden dabei drei Modellflüsse von der Quelle bis zum Meer: die Elbe (Tschechien/Deutschland), die Schelde (Belgien/Niederlande), und der Llobregat (Spanien). Diese drei Flüsse befinden sich in verschiedenen Klimaregionen und sind alle industriell belastet. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen später auf alle Mitgliedsstaaten der EU übertragen werden. Das Projekt, an dem insgesamt 25 verschiedene Forschungsinstitutionen beteiligt sind, wird von der EU mit 8,4 Millionen Euro gefördert. Der Name des Projektes MODELKEY steht für Modell zur Bewertung und Vorhersage der Wirkungen von Umweltschlüsselschadstoffen auf Süßwasser- und Meeresökosysteme sowie auf die Artenvielfalt. Das Auftaktreffen für MODELKEY findet vom 28. Februar bis 5. März in Spanien statt.

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