09.02.2005
Kolloquium zur internationalen Friedensarbeit
(DTPA/FM) DRESDEN: Im Rahmen eines internationalen Kolloquiums zum 60. Jahrestag der Bombardierung Dresdens will ein überregionales Bündnis Impulse für eine zukunftsgerichtete Erinnerungsarbeit geben. Unter dem Titel "13. Februar: Tag der Erinnerung, Tag der Begegnung, Tag der Bildung?" treffen sich vom 11. bis 14. Februar 2005 in der Jüdischen Gemeinde und in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Dresden mehr als 60 Teilnehmer aus Deutschland, Großbritannien, Israel, den Niederlanden, Polen, Russland und Tschechien, um gemeinsam Ideen für eine am Frieden und den Menschenrechten orientierte Bildungsarbeit zu entwickeln. Zugleich soll mit der Veranstaltung Tendenzen entgegengetreten werden, die Erinnerung an die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 aus dem historischen Kontext zu reißen und vorrangig im Sinne einer deutschen Opferperspektive zu interpretieren.
Zum Kolloquium werden Überlebende des Holocaust, Vertreter der Bildungs- und Menschenrechtsarbeit aus Dresdens Partnerstädten Coventry, Rotterdam, St. Petersburg, Ostrava und Breslau sowie weitere Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Mit Filmen, Diskussionsrunden und Begegnungen von Zeitzeugen mit Dresdner Jugendlichen will das Kolloquium einen lebendigen europäischen Austausch ermöglichen. Die Verabschiedung einer bürgerschaftlichen "Dresdner Erklärung", die im Anschluss auch den Partnerstädten Dresdens vorgelegt wird, soll Diskussions- und Handlungsgrundlage für weitere internationale Austauschprojekte sein.

Infos: Tel. 0351 8894169, www.kulturbuero-sachsen.de

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