03.02.2005
Keine Kuren in Tschechien und Polen
(DTPA/MT) DRESDEN: Sächsische Sozialversicherungsträger schicken ihre Versicherten nicht zu Kuren ins Ausland. Jüngsten Presseberichten zufolge sollen einige Krankenkassen Versorgungsverträge mit Kureinrichtungen in den Nachbarländern Tschechien und Polen geschlossen haben und ihre Versicherten zur Kur auch in diese Länder schicken. Sachsens Sozialministerin Helma Orosz stellte in diesem Zusammenhang klar, dass es sich bei diesen Kassen um bundesweit tätige Ersatzkassen und nicht um Krankenkassen aus dem Freistaat Sachsen handele. Die AOK Sachsen sowie die LVA Sachsen und die BfA hätten anlässlich einer Fachtagung Anfang Dezember 2004 in Bad Elster klargestellt, dass sie derzeit nicht beabsichtigten, Versorgungsverträge mit Kureinrichtungen in Tschechien und Polen abzuschließen und ihre Versicherten in diese Länder zu Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen zu schicken.
Bei der Fachtagung sei darüber hinaus deutlich geworden, dass - von gewissen Ausnahmen abgesehen - die Qualität der Kur- und Rehabilitationsleistungen in unseren Nachbarländern noch nicht den hohen Standard erreicht habe, den Patienten von Einrichtungen in Deutschland erwarten könnten.

Bild: Bad Schlema im Landkreis Aue- Schwarzenberg
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