03.02.2005
BfS: Radon zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs
(DTPA/FM) MÜNCHEN: Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko von Lungenkrebs zu. Dies belegt eine europaweite Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. “Demnach werden europaweit ungefähr neun Prozent der Lungenkrebstodesfälle und zwei Prozent aller Krebstodesfälle durch Radon in Aufenthaltsräumen verursacht”, sagte Wolfgang Weiss, Leiter des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit des BfS, der die Ergebnisse der Studie heute (01.02.) vorstellte. Radon verursacht damit jährlich ungefähr 20.000 Lungenkrebstodesfälle in der EU, davon etwa 3.000 in Deutschland.
Die Studie weist unter Berücksichtigung von Rauchen und Unsicherheiten in der Abschätzung der Radonkonzentration eine statistisch signifikante Erhöhung des Lungenkrebsrisikos um 16 Prozent bei einer Zunahme der Radonkonzentration um 100 Bq/m3 Raumluft nach. Der Zusammenhang ist annähernd linear. Es gibt keinen Hinweis auf einen Wert, unterhalb dessen kein Risiko auftritt.

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