14.12.2004
Sonderstipendien für Studenten aus Osteuropa
(DTPA/MTL) DRESDEN: Studenten aus Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn können künftig zu erleichterten Bedingungen mit einem „Georgius-Agricola-Stipendium“ in Sachsen studieren. Gefördert werden Studenten der technischen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächer. Vorausgesetzt wird ein besonders guter Schulabschluss. Bei entsprechenden Leistungen wird das Stipendium für die gesamte Dauer des Studiums als Vollzeitstipendium gewährt. Auf diese Weise sollen hoch qualifizierte Fachkräfte für die Wissenschaft und Wirtschaft gewonnen werden. Einer entsprechenden Förderrichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst hat das Kabinett heute zugestimmt. Durch die Neufassung der Förderrichtlinie wird das Vergabeverfahren vereinfacht und den Verfahren der großen Fördereinrichtungen, wie dem DAAD, angepasst.
Außerdem können für Studienaufenthalte im Rahmen bestehender Hochschulkooperationen Kurzzeitstipendien für maximal zwei Jahre vergeben werden. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an die Studienbewerber aus den Nachbarländern, sondern an Studenten aus allen mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten.
Stipendien für Studenten aus mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten waren schon in den letzten Jahren ein wichtiges Hilfsmittel für den Aufbau von Kontakten und die Pflege der Kooperationen mit ausländischen Hochschulen. Von 2001 bis 2004 erhielten insgesamt 235 Studenten Stipendien in Höhe von insgesamt 590.000 Euro. In den letzten Jahren haben alle Stipendiaten bis auf einen Studienabbrecher ihre Prüfungen bestanden – zumeist mit guten bis sehr guten Ergebnissen. Die Nachfrage nach den Stipendien ist groß, da es keine vergleichbaren Förderinstrumente anderer Einrichtungen gibt. Anträge können bei den Hochschulen oder Studentenwerken gestellt werden.

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