09.12.2004
Kureinrichtungen haben Konkurrenz im Nachbarland
(DTPA/MT) BAD ELSTER/ DRESDEN: Nach dem EU- Beitritt von Tschechien nehmen aus sächsischer Sicht verstärkt böhmischen Kureinrichtungen insbesondere aus dem Bäderdreieck Franzensbad, Karlsbad und Marienbad am Wettbewerb um Patientinnen und Patienten teil. Diese neu erwachsende Konkurrenz stellt die Kur- und Rehabilitationseinrichtungen im Freistaat Sachsen vor große Herausforderungen, wie das sächsische Gesundheitsministerium erklärte, zumal die Krankenkassen seit Anfang dieses Jahres nun auch mit Einrichtungen aus anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Versorgungsverträge schließen und bei Einrichtungen aus diesen Ländern Leistungen für ihre Versicherten einkaufen können.
In diesem Zusammenhang betonte die sächsische Gesundheitsministerin Helma Orosz, dass die Kureinrichtungen im Freistaat Sachsen im Wettbewerb mit ihren Nachbarn aus Polen und Tschechien zwar auf einen hohen Qualitätsstandard bauen könnten, dass aber unter diesem Aspekt auch die Nachbarländer in absehbarer Zeit aufholen würden. Deshalb sei es für die sächsischen Einrichtungen wichtig, sich darüber hinaus neue Marktsegmente zu erschließen und sich für selbstzahlende Gäste zu öffnen. Angebote aus dem Gesundheits- und Wellnessbereich dürften heutzutage nicht mehr fehlen, wenn eine Kurklinik konkurrenzfähig bleiben wolle. Andererseits müssten sich aber die Sozialversicherungsträger im Freistaat Sachsen auch ihrer Verantwortung gegenüber den hiesigen Kur- und Rehabilitationseinrichtungen bewusst sein.

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