08.02.2001
Sachsens Interreg III A Programme vor Genehmigung
(DTPA/MT) DRESDEN/BRÜSSEL: Nach einem Gespräch von Stanislaw Tillich, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, über die Genehmigung der sächsischen Interreg III A Programme in Brüssel, kann davon ausgegangen werden, dass diese in Kürze von der Kommission genehmigt werden.
Der Staatsminister hatte gestern in Brüssel mit dem Generaldirektor für Regionalpolitik, Guy Crauser, und der Direktorin für Gemeinschaftsinitiativen und Innovative Maßnahmen, Elisabeth Helander, zu dieser Problematik gesprochen. "Generaldirektor Crauser hat mir gegenüber erklärt, dass er davon ausgeht, dass die sächsischen Interreg III A Programme Ende April gestartet werden können", sagte der Staatsminister wörtlich.
Dieses Ergebnis zerstreut auch öffentlich gemachte Befürchtungen aus den Grenzräumen über einen späteren Beginn. Der Freistaat hatte bereits im Juli 2000 - kurz nach der Bekanntgabe des Interreg III Programms durch die Kommission im Mai - eigene Programmvorschläge der Kommission in Brüssel zur Genehmigung vorgelegt. Für die Förderperiode 2000 - 2006 stehen für grenzüberschreitende Projekte im Freistaat europäische Mittel in Höhe von insgesamt 400 Millionen Mark zur Verfügung.
In dem fast zweistündigen, konstruktiven Gespräch erläuterte Staatsminister Tillich die besondere und teilweise schwierige Situation in den Grenzräumen des Freistaates. "Ich habe die Kommission auf die besondere Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und deren Förderung - gerade im Hinblick auf die bevorstehende Erweiterung der EU hingewiesen", betonte Staatsminister Tillich nach dem Gespräch.
Der Staatsminister machte den Generaldirektor auch auf einige weiter bestehende Behinderungen bei der Vorbereitung grenzüberschreitender Projekte aufmerksam. So gibt es nach wie vor noch keine Harmonisierung der verschiedenen Finanzierungsinstrumente bei den Programmen Interreg III A undPhare/CBC. Deshalb forderte der Staatsminister die Kommission auf, die beiden Förderinstrumente Phare/CBC und Interreg III A hinsichtlich der Finanzausstattungen und der Verwaltungsmodalitäten weiter aneinander anzupassen.
In diesem Zusammenhang lud Staatsminister Tillich Generaldirektor Crauser und seine Mitarbeiter ein, den Freistaat Sachsen so schnell wie möglich zu besuchen, um sich vor Ort über die grenzüberschreitenden Aktivitäten zu informieren und um ein genaues Bild von Situation an der Grenze zu erhalten.
Alle Interessenten in den Grenzräumen wies Tillich darauf hin, verstärkt an der Qualifizierung wirkungsvoller grenzüberschreitender Projekte zu arbeiten, damit gleich beim Start auch die Genehmigung erster Projekte im Freistaat möglich wird. Alle Hilfesuchenden können sich bei den Projektkoordinatoren, die in den Geschäftsstellen der Euroregionen angesiedelt sind, umfassend informieren und beraten lassen.

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