30.03.2000
Havel räumt Mitschuld ein
(DTPA) PRAG: Der tschechische Staatspräsident Vaclav Havel hat die derzeitige Lage des Landes kritisiert und einen Teil der Schuld eingestanden. Unklare Regeln besonders bei der Privatisierung großer Betriebe sowie eine niedrige ethische und politische Kultur sind nach der Meinung des Präsidenten Hauptursachen für den "mafiaartigen Kapitalismus". Das sagte Havel gestern in einer Debatte im Tschechischen Rundfunk. Wie Havel weiter erklärte, trage er Mitverantwortung für den gegenwärtig beunruhigenden Stand, da er auf die merkwürdigen Geflechte in der Finanzsphäre nicht schnell genug hingewiesen habe. Die kürzlich geführten Gespräche mit Experten hätten jedoch seine Erwartungen bestätigt.

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