16.11.2004
Umweltprojekt will Eigeninitiative anregen
(DTPA/MTL) MILTITZ: Ökologische Probleme erkennen, Lösungen formulieren und gemeinsam auf den Weg bringen, dieses Ziel verfolgt das erste Deutsch- Tschechische Schulprojekt mit dem vielsagenden Titel „Auf eigene Füße stellen“. Das Christlich- Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) in Miltitz hat dieses Projekt zusammen mit dem tschechischen Umweltbildungszentrum Teresa ins Leben gerufen und wird dabei durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell unterstützt.
Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 20 sächsischen und tschechischen Schulen sollen angeregt werden, sich frühzeitig, verantwortungsbewusst und selbstständig mit den Erscheinungsformen ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Als wichtigstes Ergebnis dieser Aktivitäten sollen lokale bzw. regionale Umweltprojekte initiiert werden, die von den beteiligten Schülerinnen und Schülern selbst ausgewählt, geplant und durchführt werden.
Zur Unterstützung dieses fächerübergreifenden Prozesses haben CSB und Teresa „Arbeitsblätter zum Projektmanagement“ für 14 bis 18jährige Schüler entwickelt, die in diesem Vorhaben getestet und weiterentwickelt werden sollen.
Vor kurzem fanden zwei Eröffungs- Workshops im sächsischen Löbau und im böhmischen Kadan statt, an denen insgesamt 70 Lehrer und Schüler von 20 sächsischen und tschechischen Schulen, vorwiegend aus dem grenznahen Raum teilnahmen.
Ziel dieser Begegnungen war es, sich gegenseitig kennenzulernen, erste Anregungen und Gedanken auszutauschen und effektive Kommunikationswege festzulegen. Wie sich zeigte, sind die Absichten der Organisatoren aufgegangen. „Die gedankliche Tiefe und Vielfalt der vorgestellten Projektideen und Aktivitäten lässt auf gute Ergebnisse hoffen“, macht Projektkoordinator Dietmar Hühn nach diesen Treffen deutlich. Beeindruckend war vor allem die unterschiedlich Herangehensweise der Teilnehmer. Konzepte für Mülltrennung in der Schule oder Nutzungsformen erneuerbarer Energiequellen in der Schule wurden vorgestellt. Ökologische Bauweisen am Beispiel von Umgebindehäusern, oder spezielle Formen der Landschaftsgestaltung verdeutlichen die Unterschiedlichkeit der Ausgangspunkte. Interessant wird jetzt, wie die vielen guten Ideen durch die Schüler umgesetzt werden. Fest steht: Viele von ihnen erleben jetzt, dass es auf sie selbst ankommt, wenn es um die Verbesserung ihrer Umwelt geht. Ein Schüler engagiert sich bereits als Arbeitsgruppenleiter „Umwelt“ im Kinderparlament seiner Heimatstadt Stadt Decin. Durch dieses Projekt könnten es bald noch mehr werden.

Bildtext: Das Schülerkabarett des Geschwister- Scholl- Gymnasiums Löbau stellt seine Zukunftsfragen kabarettistisch dar.
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