28.10.2004
Festival Tschechischer Kunst und Kultur
(DTPA/FM) BERLIN: Das Festival Tschechischer Kunst und Kultur wird vom 5. bis 7. November in Berlin ausgetragen. Wie der Veranstalter mitteilt, mussten die Veranstaltungen jedoch an andere Spielorte verlegt werden.
Freitag, 5.11.: „Schund“ – Bewegungstheater Krepsko Prag
20 Uhr, Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Parkaue 25, 10367 Berlin
Die Gruppe „Krepsko“ ist eine der eigenwilligsten Performancegruppen in der jungen tschechischen Szene. Mit „Schund“ stellt sie einen delikaten wortlosen Dialog zweier Weintrinker dar, der unübertrefflich in seiner Unbeholfenheit und voll bitterer Komik ist. Die Performance ruft unaufdringliche Vorstellungen von Poesie und „Partner-Frieden“ hervor.
Samstag, 6.11.: „Rekonstruktion“ – David Jarab, Oratorium, Komödie Prag
20 Uhr, Carrousel Theater, Parkaue 29, 10367 Berlin
Das junge Ensemble der Komödie Prag spielt in diesem außergewöhnlichen szenischen Oratorium die letzten Minuten des Richard Kraus, der es nicht vermochte, seinen Platz auf dieser Erde zu verteidigen und damit den Menschen in seinem Umfeld die Möglichkeit gab, zu Monstern zu werden. Die Erinnerungen von Professor Kraus gleichen einer Folge grotesker Bilder, die unmissverständlich die traumatisierende Geschichte des 20. Jahrhunderts darstellen.
Sonntag, 7.11.: „Der brave Soldat Schwejk“ J.Hasek / S. Mosa, Stadttheater Brünn
20 Uhr, Ufa-Fabrik, Viktoriastraße 10, 12105 Berlin
Kaum ein literarisches Werk ist tschechischer als „Der brave Soldat Schwejk“ von Jaroslav Hašek. Der Autor nimmt mit seinem Roman die Absurdität der österreichisch-ungarischen Monarchie mit ihrer stumpfsinnigen Maschinerie humorvoll aufs Korn. Der tschechische Regisseur und Dramaturg Stanislav Moša zerstört mit seiner Schwejk-Inszenierung allerdings herkömmliche Mythen über die Person des „braven Soldaten“, der häufig als gutmütiger Trottel dargestellt wird.

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