03.02.2001
Landkreise mit Prager Ministerien unzufrieden
(DTPA/DH) PRAG: Die Kritik am Funktionieren der neuen Landkreisstruktur in Tschechien wird immer lauter. Medienberichten zufolge zeigten sich die Vertreter der Landkreise in dieser Woche über die Art und Weise empört, wie die Prager Ministerien die Reform der öffentlichen Verwaltung derzeit durchführen.
So werden vor allem die Finanzschwierigkeiten der neuen Landkreise und das Ungleichgewicht gegenüber Prag kritisiert. Die Ministerien in der Hauptstadt würden die neuen Verwaltungseinheiten nicht als gleichberechtigte Partner betrachten. Das ist der Inhalt einer Erklärung, die die Landräte und der Prager Oberbürgermeister auf ihrem Treffen am Freitag in Prag angenommen haben.
Premier Milso Zeman soll nun die geplanten Schritte zur Sicherung des Funktionierens der
Landkreise prüfen.
Die Landkreisreform im letzten Jahr war notwendig geworden, um den ländlichen Regionen
Tschechiens mehr Selbstbestimmungsrecht zu geben und damit dem vorherrschenden "Prager Zentralismus" entgegenzutreten.

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