14.10.2004
Sachsen als „Brückenbauer“ zu neuen EU-Ländern
(DTPA/MT) DRESDEN: Auf Einladung des Ibero- Amerika- Vereins konferieren Donnerstag und Freitag internationale Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft in Dresden. Ziel des Treffens ist, die wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Südamerika zu vertiefen und auszubauen. Auch sächsische Unternehmen werden dabei sein, wenn es beispielsweise um Geschäftsmöglichkeiten im Bergbau Chiles und Südamerikas geht.
„Es ist für Sachsen eine große Ehre, dass der renommierte Ibero-Amerika-Verein in diesem Jahr mit seiner wichtigsten Veranstaltung nach Dresden gekommen ist“, so Wirtschaftsminister Dr. Martin Gillo. „Das hebt nicht nur unser internationales Ansehen und unseren Bekanntheitsgrad, sondern lenkt auch die Aufmerksamkeit auf Sachsen als aufstrebende Wirtschaftsregion.“ Diese Entscheidung für den Freistaat mache einmal mehr deutlich, dass sich mit der EU-Erweiterung die ökonomischen Interessensphären verschoben haben. Mit seiner Lage an der Schnittstelle sowie den traditionellen guten Kontakten zu den östlichen Nachbarn biete sich Sachsen geradezu als „Brückenbauer“ zu den neuen EU-Ländern an.
Dem Ibero -Amerika- Verein (IAV) gehören in erster Linie Industrieunternehmen aus den Bereichen Verkehr, Handel und Recht mit Interessen in Lateinamerika an. Der 1916 von Hamburger Kaufleuten gegründete Verein fördert die Auslandsaktivitäten seiner Mitglieder in Lateinamerika, der Karibik und auf der iberischen Halbinsel. Jährlicher Höhepunkt der deutsch-lateinamerikanischen Zusammenarbeit ist der „Ibero- Amerika- Tag“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Deutschland: Brücke zwischen Lateinamerika und den EU-Beitrittsländern“ steht.

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