05.10.2004
Schröder spricht in Prag
(DTPA/MT) PRAG: Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach anlässlich des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum "Modernisierung des Sozialstaates in Europa", am 4. Oktober 2004, in Prag. Dabei hob er hervor, dass die Teilung Europas endgültig überwunden sei. Zu den deutsch- tschechischen Beziehungen sagte Schröder: „Die große Freiheitsrevolution der Jahre 1989 und 1990 hat enorme Kräfte freigesetzt - in Deutschland, in Tschechien, in ganz Europa. Das Verhältnis zwischen unseren Ländern ist heute so gut wie es vor einigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Ohne die Vielen, die in Deutschland und Tschechien zu Aussöhnung und Verständigung beigetragen haben, wäre dies nie möglich gewesen. Dazu gehört auch, die schwierigen und dunklen Kapitel in unserer gemeinsamen Geschichte in Erinnerung zu halten. Aus dieser Erinnerung erwächst unsere Verpflichtung und Verantwortung, die Zukunft in einem geeinten Europa gemeinsam zu gestalten. Denn heute sind Deutschland und Tschechien Freunde und Partner in einem zusammenwachsenden Europa. Uns eint ein großes Maß an Übereinstimmung in den internationalen Fragen. Unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit entwickelt sich hervorragend: Tschechien hat seine Stellung als Deutschlands wichtigster Handelspartner in Mittel- und Osteuropa weiter gefestigt. Und nie zuvor waren die Verbindungen zwischen den Städten, den Gemeinden und gesellschaftlichen Organisationen so dicht wie heute. Das gilt besonders für die fünf grenzüberschreitenden Euro-Regionen. All das zeigt: Auch jenseits der Zusammenarbeit der Regierungen steht das deutsch-tschechische Verhältnis auf einem soliden, belastbaren Fundament.“

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