20.09.2004
Die Deutschen und ihre Nachbarn in Osteuropa
(DTPA/MT) BERLIN: Heute (20.09.) hat Staatsministerin Christina Weiss das von ihr veranstaltete Symposium unter dem Titel "Gemeinsames Kulturerbe als Chance - Die Deutschen und ihre Nachbarn im östlichen Europa" im Kronprinzenpalais in Berlin eröffnet.
Ziel des Symposiums ist es, die Erforschung, Aufarbeitung und Bewahrung von Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa zu präsentieren und vor allem auch mit Blick auf die europäische Zukunft zu diskutieren. Staatsministerin Weiss betonte in ihrer Eröffnungsrede, die Chance bestehe darin, die "gemeinsame Zukunft vorzubereiten, indem man sich der gemeinsamen Vergangenheit vergewissert".
Insbesondere sollen die Museen und Forschungseinrichtungen vorgestellt werden, die in Deutschland diese Thematik wissenschaftlich aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zudem soll das Potenzial verdeutlicht werden, das ein Netzwerk dieser Institutionen und vergleichbarer Einrichtungen in den osteuropäischen Nachbarländern bietet. Staatsministerin Weiss plädierte dafür, einen "starken Verbund von Werkstätten der Erinnerung" zu installieren. Es gehe darum, sich "gemeinsam mit unseren Partnern in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien oder den baltischen Staaten mit unserer Geschichte auseinander zu setzen und einen Beitrag zur Versöhnung zu leisten, die gemeinsame Kulturgeschichte zu akzeptieren".
Die Kulturstaatsministerin fördert sieben Museen und acht Forschungseinrichtungen, die sich mit der Thematik befassen. Die gesamte Kulturarbeit in diesem Bereich wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit rund 15 Millionen Euro jährlich gefördert.
Das Symposium mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion mit deutscher und internationaler Beteiligung wird vom "Deutschen Kulturforum östliches Europa" (Potsdam) organisiert und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

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