26.01.2001
Kommunistische Partei fürchtet Dialog mit Bayern
(DTPA/DH) PRAG: Der Chef der kommunistischen Partei Tschechiens (KSCM), Miroslav Grebenicek, erklärte gestern, über den neuen Kurs der Zeman-Regierung bezüglich der Sudetenpolitik beunruhigt zu sein.
Wie der Sender Radio Prag berichtet, sollte nach Ansicht Grebeniceks die Tschechische Republik keinen Dialog mit Bayern aufnehmen, der die sudetendeutsche Frage beinhalte. Auf die Aufnahme eines komplexen Dialogs hatten sich am Dienstag in München der tschechische Premier Milos Zeman und der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber geeinigt. Zeman hat inzwischen die Behauptung zurückgewiesen, seinen bisherigen Standpunkt zu den Sudetendeutschen und deren Forderungen geändert zu haben.
Bereits zuvor hatte sich auch der Chef der bürgerlichen ODS, Vaclav Klaus, verwundert über die Ergebnisse Zemans in München gezeigt.
Zeman betonte gestern daraufhin, dass er in Bayern die Frage der tschechisch- deutschen Vergangenheit für abgeschlossen erklärte.

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