01.07.2004
Der Elbe geht es immer besser
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Elbe ist in den letzten Jahren noch sauberer geworden. So kann die Wasserbeschaffenheit des Flusses in Sachsen jetzt durchgehend in die Güteklasse II (mäßig belastet) eingestuft werden. „Das war seit einem halben Jahrhundert nicht mehr der Fall“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath anlässlich der Einweihung der Gewässergütemessstation Schmilka (Lkrs. Sächsische Schweiz). Bei der letzten Erhebung vor vier Jahren galt ein kurzer Elbeabschnitt unterhalb von Strehla noch als kritisch belastet (Güteklasse II-III). Im Vergleich zu 1990 hat sich die Wasserqualität des Flusses nun um vier Güteklassen verbessert. Gründe für die Wiedergenesung der Elbe sind milliardenschwere Investitionen in die Abwasserreinigung in Sachsen und Tschechien.
Mit der besseren Wasserqualität hat auch die Artenvielfalt zugenommen. Gegenwärtig kommen im sächsischen Abschnitt der Elbe 48 Fischarten vor, darunter auch lang verschollene Arten wie Barbe, Quappe, Bachforelle, Zährte, Äsche, Wels und Lachs. Anfang der 90er Jahre gab es lediglich 32 Fischarten im Fluss.
Zu Beginn der 90er Jahre zählte die Elbe zu den dreckigsten Flüssen Europas. Streckenweise war der Fluss biologisch tot. So musste für den Verschmutzungsgrad zwischen Pirna- Heidenau und Dresden-Kaditz eigens eine erweiterte Güteklasse V (ökologisch zerstört) geschaffen werden, um den Zustand des Gewässers zu beschreiben. Der Freistaat hat seit 1990 rund 3,2 Milliarden Euro Fördermittel in Bau und Sanierung von mehr als 600 Kläranlagen und Abwasserkanäle gesteckt. Das entspricht einem Investitionsvolumen von 5,5 Milliarden Euro.

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