01.06.2004
Milbradt fordert Verkehrswege- Bundesprogramm
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt hat heute ein Programm „Verkehrswege Europäische Einheit“ gefordert, um dem steigenden grenzüberschreitenden Verkehr Rechnung zu tragen. „Das sind wir vor allem den grenznahen Gemeinden schuldig, die heute schon unter dem sehr stark konzentrierten Verkehr zu leiden haben“, sagte Milbradt. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für Sachsen derzeit die Ortsumgehung Marienberg (B174), für die seit April 2003 zwar Baurecht vorliegt, aber keine Finanzierungszusage von Seiten des Bundes. „Wir brauchen dort dringend eine Entlastung für die Anwohner“, so Milbradt. Auch bei der B93 (Landkreis Aue- Schwarzenberg in Richtung Karlsbad) und der B178 (A4 bis Löbau) werde Sachsen beim Bund nicht locker lassen.
Die derzeit im Bau befindliche Autobahn A17 zwischen Dresden und Prag bedeute einen wichtigen Lückenschluss in europäischen Verkehrswege-System, sagte Milbradt heute während einer Presse-Fahrt auf der Neubautrasse. Voraussichtlich im letzten Quartal 2006 wird die Strecke bis zur Bundesgrenze fertig gestellt. Als nächster Teilschritt wird der Abschnitt von Dresden-Gorbitz bis Dresden-Süd voraussichtlich im Oktober diesen Jahres für den Verkehr frei gegeben.
Insgesamt hat der deutsche Abschnitt zwischen dem Dreieck Dresden West (A 17 / A 4) und der deutsch-tschechischen Grenze eine Länge von knapp 45 Kilometern. Die Gesamtkosten werden mit 646,2 Millionen Euro beziffert. Bisher wurden Bauleistungen im Umfang von knapp 500 Millionen Euro vergeben. An der Strecke werden sieben Anschlussstellen die Region anbinden.

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