16.01.2001
PDS: Hilfsprojekte im Grenzgebiet weiter fördern
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Freistaat Sachsen soll Hilfsprojekte für Prostituierte im deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Grenzgebiet weiter fördern. Das fordert die sächsische PDS heute. Zum Bericht der "Freien Presse", dass das Sozialministerium Hilfsprojekte für Prostituierte im deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Grenzgebiet einstellt, sagt die Sprecherin für Gleichstellungspolitik der PDS-Landtagsfraktion, Dr. Cornelia Ernst: "Dass das Land Sachsen die durchschnittlich 300.000 Mark im Jahr - also ein Hundertstel Promille des Landesetats - nicht mehr aufbringen will, um Prostituierten im Grenzgebiet humanitär zu helfen, ist für uns aus moralischen Gründen nicht zu akzeptieren. Immerhin kommen viele der Freier aus Sachsen, und daher darf sich das Land nicht aus der Verantwortung stehlen. Wir haben zwar Verständnis dafür, dass die polnische und tschechische Seite stärker beteiligt werden muss, dies darf aber nicht zum zeitweiligen Ausfall der Förderung führen."
Die PDS will einen Antrag in den Landtag einbringen, dass die Staatsregierung mit den polnischen und tschechischen Behörden im grenznahen Raum eine einvernehmliche Lösung zur weiteren Finanzierung der Projekte an der deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Grenze finden soll.
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