07.05.2004
B 93n kommt in den Bundesverkehrswegeplan
(DTPA/MTL) BREITENBRUNN/ DRESDEN: Die Aufnahme des Planungsrechts für die Weiterführung der Bundesstraße B 93 nach Tschechien in den Bundesverkehrswegeplan bezeichnet die sächsische Landtagsabgeordnete Gudrun Klein (SPD) als einen „Silberstreif am Horizont“, der sich nun für den Landkreis Aue- Schwarzenberg abzeichne. Gudrun Klein ist davon überzeugt, dass die Planungsfreigabe für diese raumerschließende Straßenverbindung das Ergebnis des gemeinsamen Handelns der regionalen Verantwortungsträger aus Wirtschaft und Politik ist.
Laut Gudrun Klein kommt nun darauf an, die Linie für den Verlauf der Straßentrasse zügig zu bestimmen. Die Linie müsse so verlaufen, so die Forderung der SPD-Politikerin, dass für alle Städte und Gemeinden unseres Landkreises eine Verbesserung der verkehrlichen Situation erreicht werde. Bei der Linienbestimmung könne damit auch die Forderung nach dem Ausbau der „Grünen Trasse“ zwischen Aue und Johanngeorgenstadt Rechnung getragen werden, da die Verkehrswirksamkeit dieser Strecke bereits durch ein Gutachten nachgewiesen wurde.
Gudrun Klein: „Bei einem gestern von mir mit dem Leiter der Abteilung Straßenbau im Sächsischen Wirtschaftsministerium geführten Gespräch wurde mir zugesichert, dass man die Planungen für die B 93n sehr schnell in Angriff nehmen wolle, so dass bereits im Jahr 2006 der Antrag auf Linienbestimmung beim Bund eingereicht werden könne. Die Schaffung des Baurechts könne sich im ungünstigsten Fall allerdings bis 2010 hinziehen, da der Trassenverlauf und das Vorhaben an sich ja nicht nur Befürworter in der Bevölkerung habe.“
In diesem Zusammenhang weist Gudrun Klein auch auf die noch immer offene Frage eines Straßengrenzübergangs nach Tschechien hin. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Jeder Verantwortungsträger muss seine Beziehungen in die Tschechische Republik nutzen, um die Tschechische Seite von der Notwendigkeit eines derartigen Übergangs zu überzeugen. Denn ohne deren Einwilligung werden die Verhandlungen für eine Nutzungserweiterung des Grenzübergangs Johanngeorgenstadt – Potucky nicht zu einem positiven Abschluss kommen. Ich bin aber optimistisch, dass die Region auch hier bei weiterem gemeinsamen Handeln voran kommen wird.

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