05.05.2004
Stärker werden im Reißverschlussverfahren
(DTPA/MTL) ZITTAU/ DRESDEN: Bei einem Treffen polnischer, tschechischer und deutscher Projektpartner am 5. Mai 2004 ist das INTERREG IIIC-Projekt Drei-Länder-Innovationsoffensive - 3-CIP mit einem Kick-Off-Meeting im Schlosshotel Althörnitz bei Zittau gestartet worden. Das Treffen bildete zugleich einen Höhepunkt der 4-Länder-Innovationskonferenz in Zittau. Die Schirmherrschaft hatten die Wirtschaftsminister Sachsens und Brandenburgs, Dr. Martin Gillo und Ulrich Junghanns inne.
Mit ihrer Initiative wollen die neun Projektpartner die Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes zwischen Sachsen und Brandenburg sowie den grenznahen polnischen Wojewodschaften Wielkopolskie, Lubuskie und Dolnoslaskie sowie den tschechischen Bezirken Karlovy Vary, Usti und Liberec fördern. Das Projekt knüpft einerseits an die Erfahrungen und Strukturen der InnoLausitz und landesweiter Netzwerke wie in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Textil an. Bereits existierende wirtschaftliche Beziehungen werden im Sinne von best practice intensiviert und verallgemeinert. Auch die Erfahrungen der IHK-Kontaktzentren für Sächsisch-Polnische und Sächsisch-Tschechische Wirtschaftskooperation werden integriert.
Andererseits sollen in den polnischen und tschechischen Partnerregionen neue Ansätze wirtschaftlicher Kompetenzfelder identifiziert und analysiert werden. Insgesamt acht Branchenkonferenzen mit Netzwerken und Unternehmen ausgewählter Schwerpunktbranchen sowie kompetenten FuE-Partnern werden die Intensivierung interregionaler Kooperationen, die Förderung von aussichtsreichen Technologieclustern sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte vorantreiben. Die Entwicklung von Instrumenten wie Innovationsportal, Handbuch und "Drei-Länder-Kooperations- und Innovationspreis" sind weitere Ziele. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus 3-CIP werden in einem gemeinsamen Aktionsprogramm zusammengefasst, welches im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz Ende 2005 in Brandenburg stehen wird.
Das Akronym "3-CIP" (für Three Countries Innovation Push) wurde bewusst gewählt. Es macht mit dem Bild des Reißverschlusses (engl. ZIP) deutlich, um was es geht: Zusammenwachsen und damit einhergehend Stärkung wirtschaftlich strukturschwacher Regionen im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien. Der deutsche Leadpartner ist die Stiftung Innovation und Arbeit Sachsen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH. Bereits im Jahr 2003 hatten diese drei zusammen mit polnischen und tschechischen Partnern ein gemeinsames interregionales Kooperationsprojekt im Rahmen von INTERREG IIIC entwickelt und bei der EU eingereicht. Nach der unlängst erfolgten Bewilligung durch die EU wurde das Projekt nunmehr offiziell gestartet.

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