04.05.2004
Planspiel zum Erweiterungsprozess
(DTPA/MTL) TIRSCHENREUTH/ CHEB (EGER): Kurz vor der EU-Erweiterung hatten Schülerinnen und Schüler des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth und Schüler zweier Schulen aus Cheb die Gelegenheit, den Erweiterungsprozess der EU nachzuspielen. In einem von der Jungen Union Tirschenreuth und den Mladí Konzervativci Cheb organisierten Planspiel konnten die Schüler in verschiedene Rollen schlüpfen und so hautnah erleben, wie kompliziert und schwierig die Erweiterung sein kann.
Nachdem man in der Pension in der Nähe von Sorkov (CZ) angekommen war, versuchten die deutschen und tschechischen Schüler sich zunächst mit „Kennenlernspielen“ näher zu kommen. Danach bekam man von den beiden Teamern Martin Kopecký und Sárka Pólová aus Brünn, die das Spiel die zwei Tage begleiteten, eine Einführung in die Geschichte der Europäischen Integration und in die Funktionsweise der europäischen Institutionen. Mit diesem Wissen ausgestattet, konnte man bereits die Rollen an die Schüler verteilen. So gab es mit Slowenien, Zypern, Estland und der slowakischen Republik vier Beitrittsstaaten, die jeweils von einem deutschen und einem tschechischen Schüler vertreten wurden. Hinzu kamen noch die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, der Europäische Rat und die Presse.
In verschiedenen Schritten mussten nun die Schüler die komplette Erweiterung nachspielen und damit so manche Probleme wie z.B. die Finanzierung der Beitrittsstaaten, den Konflikt in Zypern oder die Immigrationsprobleme Estlands lösen. Am Abend hatten die Schüler dann die Gelegenheit, sich bei einem gegrillten Schwein näher kennen zu lernen.
Nach den schweren fiktiven Verhandlungen konnte aber doch am nächsten Morgen ein Beitrittsvertrag ausgehandelt werden, der schließlich feierlich unterzeichnet wurde. Der Organisator der Mladí Konzervativci Martin Vratnik dankte allen Beteiligten für Ihr Engagement und ihren Einsatz. Der Vertreter der Jungen Union Tirschenreuth Benjamin Zeitler wünschte den Teilnehmern zwei Dinge, die sie aus der Tagung mitnehmen sollten: Zum einen die Bekanntschaften, die zwischen Deutschen und Tschechen entstanden sind zu pflegen und auszubauen und zum anderen die europäische Idee des friedlichen Zusammenkommens der Völker weiterzutragen und dafür zu werben.
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