02.05.2004
„Böhmische Pforte“ öffnet sich wieder
(DTPA/MT) ZITTAU: Mit einem feierlichen Hebeldruck haben Bundeskanzler Gerhard Schröder, seine tschechischen und polnischen Amtskollegen, Leszek Miller und Vladimir Spidla, Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt sowie Verkehrsminister Martin Gillo am 1. Mai in Zittau die erste Probebohrung für die Weiterführung der B178 von Zittau über Polen nach Tschechien ausgelöst. Damit haben sie die so genannte „Böhmische Pforte“ wieder „geöffnet“, die bereits im Mittelalter Böhmen, Schlesien und die Lausitz verband.
Das neue, etwa 3,6 km lange Straßenstück, das auch Zittau vom Durchgangsverkehr entlasten soll, wird voraussichtlich 2006/7 fertig sein. Die Gesamtkosten betragen 15,5 Millionen Euro. Deutschland trägt mit 13 Millionen Euro den „Löwenanteil“.
Nach mehr als einem Jahrzehnt schwieriger Verhandlungen war am 5. April 2004 das trilaterale Abkommen zur Weiterführung der B178 über Polen und Tschechien in Zittau unterzeichnet worden.

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