01.05.2004
Huber begrüßt Tschechien in der EU
(DTPA/MTL) BUDWEIS/ MÜNCHEN: Bayerns Staatskanzleichef Erwin Huber hat beim internationalen Festakt zum EU-Beitritt der Tschechischen Republik in Budweis die tschechischen Nachbarn herzlich in der Europäischen Union begrüßt. Huber: „Herzlich willkommen in unserer gemeinsamen Europäischen Union! Es ist ein historisches Ereignis, dass Bayern und Tschechien als früheres Grenzgebiet des Kalten Krieges jetzt gemeinsam in der Mitte Europas liegen. Jetzt können beide Länder ihre Jahrhunderte alten Verbindungen noch stärker zum gemeinsamen Vorteil ausbauen.“ Die EU-Osterweiterung könne aber nur eine Erfolgsgeschichte werden, wenn die Politik auch Antworten auf die Fragen und Sorgen der Menschen geben könne, betonte Huber. Huber: „Dazu gehört, dass zum Beispiel Fehler bei der Deutschen Einheit nicht wiederholt werden, wo Unternehmen hohe Subventionen nicht zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern nur für Mitnahmeeffekte bei der Verlagerung bestehender Arbeitsplätze genutzt haben. Mit Leitplanken für einen fairen Steuerwettbewerb muss dafür gesorgt werden, dass hohe EU-Subventionen nicht dazu verwendet werden können, in einzelnen Beitrittsstaaten die Steuersätze künstlich niedrig zu halten und damit Unternehmen abzuwerben.“
Huber kündigte an, das rege Miteinander zwischen Bayern und der Tschechischen Republik weiter zu vertiefen. Das gelte nicht nur für den Handel. Bayern habe mit dem sechstwichtigsten Handelspartner Tschechien im Jahr 2003 Waren im Wert von acht Milliarden Euro ausgetauscht. Zwischen Bayern und Tschechien bestehen 200 Schulpartnerschaften. An den Schüleraustauschmaßnahmen zwischen beiden Ländern nehmen pro Jahr 7.000 Schüler teil. Dazu gibt es 49 Hochschulpartnerschaften und über 40 kommunale Partnerschaften, davon seit Ende Januar eine zwischen Cheb und Hof. Auch im kulturellen Bereich blühen die Kontakte. So ist für das Jahr 2007 eine große bayerische Landesausstellung zum Thema: „Bayern und Böhmen“ in Zwiesel geplant. Huber: „Die tschechischen Partner sind herzlich eingeladen, diese Ausstellung zusammen mit dem Haus der Bayerischen Geschichte mitzugestalten.“

Copyright © 2004 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!