15.04.2004
Start der „Drei-Länder-Innovationsoffensive 3-CIP“
(DTPA/MTL) ZITTAU: Chancen der EU-Erweiterung stehen im Mittelpunkt der „Innovationskonferenz“ am 5. und 6. Mai 2004 in Zittau. Schirmherren des zweitägigen Erfahrungsaustausches von sächsischen, brandenburgischen, polnischen und tschechischen Unternehmern und Politikern sind Sachsens Wirtschaftsminister Dr. Martin Gillo und sein brandenburgischer Amtskollege Ulrich Junghanns. In der Innovationskonferenz werden sich international zusammengesetzte Kernbranchen-Teams zu Themen wie Automobil- und Maschinenbau, Energie/Umwelt, Chemie/Kunststoffe und Textilindustrie konstituieren. Zudem soll die „Drei-Länder-Innovationsoffensive 3-CIP“ gestartet werden. „Damit wollen wir die Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes zwischen Brandenburg, Sachsen sowie grenznahen polnischen und tschechischen Regionen vorantreiben“, sagten die Wirtschaftsminister.
Gemeinsam mit polnischen und tschechischen Partnern haben die Stiftung Innovation und Arbeit Sachsen (IAS als Projektleiter), die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) das Kooperationsprojekt „Drei-Länder-Innovationsoffensive – 3-CIP“ ins Leben gerufen. Das Projekt im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIc hat ein Gesamtvolumen in Höhe von etwa 987.000 Euro und läuft bis Dezember 2005. Die Abkürzung „3-CIP“ (für „Three Countries Innovation Push“) wurde in Anlehnung an das englische Wort „zip“ = Reißverschluss gewählt.
Die „Drei-Länder-Innovationsoffensive“ soll helfen, Möglichkeiten und Chancen auszuloten, die sich aus der EU-Erweiterung insbesondere für die Regionen der neun Projektpartner ergeben. Zudem soll die Entwicklung potenzieller Unternehmenscluster in Kernbranchen gefördert werden. Das Projekt basiert auf der Initiative „InnoLausitz“. Um das Profil der Lausitz und angrenzender Regionen weiter zu schärfen, sollen bestehende wirtschaftliche Beziehungen und Unternehmenskooperationen intensiviert werden.
Mit der „3-Länder-Innovationsoffensive“ werden in gemeinsam ausgewählten Kompetenzclustern der beteiligten Länder Unternehmenskooperationen unterstützt und ein internationaler Innovationspreis ausgelobt. Prof. Dr. Klaus-Peter Schulze, Geschäftsführer der ZAB: „Es ist eines der ehernen Gesetze der Ökonomie, dass internationale Kooperation letztlich allen Beteiligten nutzt.“ Dr. Norbert Pietsch, Vorstandsmitglied der Stiftung Innovation und Arbeit Sachsen: „Dabei ist das aktive Handeln der beteiligten Unternehmen in den Netzwerken für den Erfolg von „3-CIP“ entscheidend.“
Geplant sind Konferenzen, Workshops und Kooperationsgespräche von Firmen aus Schwerpunktbranchen sowie Technologietransfereinrichtungen und Forschungs- und Entwicklungsinstituten in den polnischen und tschechischen Partnerregionen. Ziel sind weitere, neue Kooperationen zwischen sächsischen, polnischen und tschechischen Unternehmen.
Anmeldungen und weitere Informationen zur Konferenz: Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH, Tel. (03591) 532 880, http://www.lausitz.de oder http://www.oberlausitz.com

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