07.04.2004
Christen, Moslems, Orthodoxe
(DTPA/MTL) LEIPZIG: Die religiöse Landkarte der Länder, die am 1. Mai der Europäischen Union beitreten werden, ist vielfältig. In Polen etwa gehören 95 Prozent der Bevölkerung der katholischen Kirche an, während sich in Tschechien 40 Prozent der Einwohner als Atheisten verstehen. In Ungarn gibt es orthodoxe Kirchgemeinden, in Slowenien Moslems.
Was bedeutet dieser Zugewinn für das künftige Europa? Erhält die EU als Wertegemeinschaft neue Impulse aus dem Osten? Oder werden häufiger fundamentalistische Töne zu hören sein? In einer neuen Hörfunk-Serie zeichnen die Auslandskorrespondenten des Mitteldeutschen Rundfunks die religiöse Situation in den EU-Beitrittsländern nach. Der Befund ist gemischt.
Einerseits engagieren sich Christen seit dem Ende des Kommunismus für den Aufbau einer Zivilgesellschaft. Christen unterstützen sozial Schwache, die der wirtschaftliche Umbruch ins Abseits drängt. Doch das Zusammenleben der Religionen zeigt auch seine Schattenseiten. Die Pläne, im slowenischen Ljubljana eine Moschee zu errichten, werden derzeit heftig angefeindet. Und die katholische Kirche in der Slowakei verharmlost noch immer, dass sie an der Judenverfolgung beteiligt war.
Die neunteilige Reihe über die Religionen in den EU-Beitrittsländern beginnt am Karfreitag, 9. April, um 7.45 Uhr auf MDR INFO mit einem Bericht von Christoph Scheffer aus der Slowakei. Die einzelnen Folgen sind immer sonn- und feiertags in der Sendung "Aus Religion und Gesellschaft" auf MDR INFO um 7.45 Uhr und 9.45 Uhr sowie um 17.45 Uhr auf MDR FIGARO zu hören.

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