05.04.2004
Arbeitbedingungen in Beitrittsländer schlechter
(DTPA/MTL) PRAG: In den EU-Beitrittsländern sind die Arbeitsbedingungen schlechter als in den EU-Staaten. Die Menschen in den Erweitungsändern arbeiteten länger und gefährdeter, sagte der Vorsitzende des Europäischen Zentrums für Arbeitnehmerfragen in Sachsen, Alexander Krauß, nach einer Konferenz seiner Vereinigung in Prag. Während die Wochenarbeitszeit in der EU 38,2 Stunden betrage, liege sie in den künftigen EU-Staaten bei 44,4 Stunden. 44 Prozent der Arbeitnehmer in den Beitrittsländern gaben laut einer Umfrage an, dass Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit nicht ausreichend gewährleistet sind - im Vergleich zu 27 Prozent in der EU. Hingegen gebe es in den neuen EU-Staaten mehr Frauen in Führungspositionen, betonte Krauß. In der bisherigen EU begleiten 34 Prozent der Frauen eine solche Funktion, in den Beitrittsländern aber bereits 37 Prozent.
Teilnehmer aus 17 Ländern hatten die Konferenz in der tschechischen Hauptstadt besucht.

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