30.03.2004
Fehler bei EU-Erweiterung nicht wiederholen
(DTPA/MT) DRESDEN: Vor Vertretern aus Polen, Tschechien, der EU-Kommission und der Bundesregierung hat Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt bei einem Symposium zur Zukunft der Europäischen Union am 29. März davor gewarnt, die Fehler der Deutschen Wiedervereinigung bei der kommenden EU-Erweiterung zu wiederholen. „Wir dürfen nicht nur Veränderungen von den beitretenden Staaten verlangen. Der Beitritt verlangt grundlegende Veränderungen auch von uns“, forderte Milbradt. Dabei gehe es vor allem darum, künftig innerhalb Europas mehr Unterschiede zuzulassen und das Heil nicht in einer starren Vereinheitlichung zu suchen.
Milbradt warb in seiner Rede in der Frauenkirche dafür, die großen Vorteile, die Sachsen durch seine neue Lage im „Herzen Europas“ ab Mai habe, zu nutzen. „Die Netzwerke, die wir zum Beispiel in der Automobilindustrie bereits grenzüberschreitend vorfinden, müssen wir auch in anderen Bereichen aufbauen. Viele polnische und tschechische Betriebe warten auf geeignete deutsche Partner. Sächsische Unternehmen können durch ihre geographische Lage und ihre Erfahrungen der letzten Jahre viel in solche strategischen Partnerschaften einbringen.“, sieht Milbradt noch enorme wirtschaftliche Potenziale für heimische Unternehmen.

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