30.03.2004
Legehennenbetriebe bevorzugen Käfighaltung
(DTPA/MT) DRESDEN/ KAMENZ: Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath befürchtet durch das Käfighaltungsverbot eine Verlagerung der Eierproduktion und der damit verbundenen Arbeitsplätze ins benachbarte Ausland. „Dem Tierschutz ist damit nicht gedient und unsere Frühstückseier werden in Zukunft aus dem Ausland kommen“, sagte Flath. Nach der Legehennenhaltungsverordnung der Bundesregierung ist die Hennenhaltung in Käfigen ab dem 1. Januar 2007 in Deutschland verboten.
Untersuchungen der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft zufolge wird das Käfighaltungsverbot mit einem Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen in der Legehennenhaltung verbunden sein. Der Sächsische Geflügelwirtschaftsverband rechnet sogar mit einem Verlust von 250 bis 300 Arbeitsplätzen.
Die 32 sächsischen Legehennenbetriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen verfügten zum 1. Dezember 2003 über 3,8 Millionen Legehennenplätze. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden der Legehennenhaltung drei Haltungsformen zugeordnet, die Käfig-, Boden- und Freilandhaltung. Der Käfighaltung sind in Sachsen gut 3,4 Millionen Plätze (knapp 90 Prozent) in zwölf Betrieben zugeordnet.

Bild: Hühner in Freilandhaltung
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