18.03.2004
Neue grenzüberschreitende Projekte mit Tschechien
(DTPA/MTL) MARKTREDWITZ/ HOF: Kurz vor dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union gibt die EUREGIO EGRENSIS den grenzüberschreitenden Kontakten zwischen den bayerischen und böhmischen Nachbarn einen zusätzlichen Schub: Bei der jüngsten Sitzung des bilateralen Vergabeausschusses im Landratsamt Hof wurde ein Paket von rund 40 so genannten Kleinprojekten zur Förderung aus dem EU-Programm INTERREG III A im bayerischen Grenzraum zu Tschechien genehmigt. Mit knapp 200.000 Euro Fördermitteln wird dadurch ein Projektvolumen von insgesamt über 440.000 Euro ermöglicht.
Die in dieser Runde genehmigten Maßnahmen erstrecken sich nahezu auf den gesamten bayerisch-tschechischen Grenzraum von Hof über Bayreuth, Tirschenreuth und Weiden bis in den Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Die Art der Projekte reicht von schulischen Maßnahmen über kommunale Begegnungen und Bildungsprojekten bis hin zu Machbarkeitsstudien, Kulturveranstaltungen, Tourismusprojekten oder bayerisch-tschechischen Tagungen, aber auch wirtschaftsnahen Veranstaltungen zwischen Partnern auf beiden Seiten der Grenze. Ein Großteil der Projekte steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem bevorstehenden EU-Erweiterungstermin.
Die EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern mit Sitz in Marktredwitz unterstützt seit 2001 im Auftrag des Freistaates Bayern grenzüberschreitende Kleinprojekte in eigener Verantwortung, wobei die Vergabe in enger Abstimmung mit den Partnern von der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Böhmen erfolgt. Die beantragten Maßnahmen dürfen dabei ein Gesamtvolumen von jeweils 25.000 Euro nicht übersteigen und können mit maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten aus europäischen Mitteln bezuschusst werden. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum bereits rund 250 grenzüberschreitende Projekte auf diesem Weg finanziell unterstützt beziehungsweise vielfach überhaupt erst ermöglicht.
Die bayerische Euregio- Präsidentin und Vorsitzende des Vergabeausschusses, Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder aus Marktredwitz, sieht in diesem Instrument eine ideale Möglichkeit, die grenzüberschreitenden Kontakte mit den tschechischen Nachbarn direkt und unmittelbar an der Basis zwischen den Menschen beiderseits der Grenze voranzubringen, Vorurteile abzubauen und dadurch die gemeinsame regionale Entwicklung zu forcieren.

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